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Ursache von Undichtheiten an seewassergekühlten Ölfiltern
An untersuchungsgegenständlichen Ölkühler ist Seewasser (Kühlmedium) in das Öl getreten. Nach äußerem Befund sind muldenförmige korrosive Angriffe wasserseitig an den Rohrböden im Bereich der Einwalzungen der Wärmetauscherrohre festzustellen. Die anderen Bauteile des Ölkühlers (Rohre und Deckel) haben keine äußerlich erkennbaren Korrosionen bzw. andere Schädigungen. Die Werkstoffanalyse ergibt, dass es sich beim geschädigten Rohrbodenwerkstoff um eine als nicht seewasserbeständig eingeordnete CuZn38-Legierung handelt. Aufklärung über den Schadenmechanismus gibt die metallkundliche Untersuchung, die eine teilweise die gesamte Wanddicke des Rohrbodens durchdringende Entzinkung zeigt. Damit hat sich der Pfad für den Wassereintritt in das Öl ergeben.
Zur Schadenvermeidung wird eine seewasserbeständige Legierung empfohlen. Insbesondere sollte eine Legierung verwendet werden mit geringerem Zinkanteil, die einphasiges Gefüge besitzt. Weiter wird Entzinkung durch Zugabe von Zinn, Arsen, Antimon und Phosphor verhindert. Schließlich ist auch noch ein Korrosionsschutz möglich durch einen kathodischen Schutz durch ein äußeres Potential.
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