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Radnabenbruch
Bei der schadengegenständlichen Hinterachsradnabe ist der Aufnahmeteller für das Rad (Radträger) vom topfförmigen Bremsscheibenträger vollständig getrennt. Die girlandenartig erscheinende Trennung besteht aus fünf Teildauerbrüchen mit sehr geringem Restbruchanteil und einem Dauerbruch mit größerem Restgewaltbruch. Durch die Erwärmung des Bauteils zum Ausbau der ursprünglich zu erneuernden Bolzen ist auf dem Anfangsteil der Trennung eine blaue Oxidschicht zusehen. Die Anrisse der Dauerbrüche sind durch das Eingraben der Peripherie der Bolzenköpfe mit der Kante einer Abflachung - zur Verdrehsicherung - verursacht.

Der Vergleich der schadengegenständlichen Bolzen mit Originalteilen ergibt Maßabweichungen, die zu einem Verdrehen der Bolzen und den schadenursächlichen Anrissen führten. Möglicherweise sind bereits bei einem früheren Austausch der Bolzen keine Originalteile verwendet worden ("second parts"), wie aus einer Gratbildung beim Ausbau im Zuge der letzten Reparatur zu entnehmen ist.

Die Risse haben bereits bei der Reparatur bestanden, wie sich aus der thermischen Oxidation des Anfangsteils der Brüche ergibt. Eine insbesondere bei sicherheitsrelevanten Bauteilen erforderliche sorgfältige Prüfung hätte die Anrisse für die Werkstatt erkennbar machen können und damit Schaden und Unfall vermieden.

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