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Laborzentrifugen
An baugleichen Laborzentrifugen sind nach Laufzeiten von ca. 200 Stunden Brüche an Aufnahmezapfen für die Becher aufgetreten. Die Bruchlage ist dabei stets übereinstimmend.
Makrofraktographisch erweisen sich die Zapfenbrüche als Dauerbrüche mit hoher lokaler Kerbwirkung. Mikrofraktographisch wird eine ausgeprägte Faserstruktur in der Bruchfläche sichtbar.
In der metallographischen Untersuchung zeigt sich eine deutliche Fasertextur entsprechend der Verwendung eines
Strangpressprofils für die Rotorarme. Durch die spanabhebende Bearbeitung der Aufnahmezapfen werden die Zeilen im
stranggepressten Material angeschnitten und stellen eine extrem hohe Kerbwirkung dar.
Abhilfe ist hier in einer Änderung der Fertigung zu sehen. Wenn aus Kostengründen das
Strangpressprofil beibehalten werden soll, ist ein Rollen der Zapfenübergänge zum Umlenken der Zeilen erforderlich. Ein hoch beanspruchbares und sicheres Bauteil kann durch Schmieden erzeugt werden, was allerdings entsprechende Kosten verursacht. Bei geeigneter Werkstoffwahl
lässt sich auch eine Gusskonstruktion wählen.
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